12. Fläschchen: Schützenkönig Franz Josef- Bayerisch Helles

Diesmal geht es etwas nach Westen: 

Herkunft:

... und zwar bis nach Unterfranken:
In Eltmann bzw. Eschenbach befindet sich die fränkische Brauerei mit dem nur anscheinend Bayerischen Marketing:

Zum Namen Schützenkönig Franz Josef Helles kommt es seit 2021 zwar als Markenname, man präsentiert dazu aber gleich die eigene Erklärung:

Der Überlieferung nach gab es Ende des 19. Jhdt. einen Brauer Sohn "Franz Josef" der natürlich im Schützenverein war. Als Schützenkönig musste er das ganze Dorf freihalten. Und weil er das als Brauer-Sohn sogar noch besser als das Schießen konnte, wurde fortan das entsprechende Bier "Franz Josef Helles" genannt.

Andere Bewertungen:

Schützenkönig Franz Josef Bayerisch Hell: Eine traditionell bayerische Bierspezialität der Eschenbacher Privatbrauerei aus dem bayerischen Eltmann. Das Helle besitzt 5,1 % vol. Alkohol und wird in eine 0,5-l-NRW-Flasche abgefüllt. Unter einer sehr ausladenden, sahnigen, gemischtporigen Schaumhaube zeigt sich ein etwas blasses und blankes Goldgelb. Optisch reißt es hier die Schaumkrone raus. Strohig-getreidig und mildwürzig präsentiert sich der Duft. Statt viel Karamell oder Vanille entdeckt man vielmehr eine leicht angeröstete Note, die an Nüsse und Schokolade erinnert. Der grasige Hopfen setzt dabei nur sehr subtile Akzente, das Malz dominiert in der Nase.

Mit feiner Süße, minimaler Fruchtigkeit (Aprikose) und sanft spritziger Kohlensäure steigt das Bayerisch Hell ausgesprochen mild ein. Eine gewisse Spur von Milchschokolade ist in Gegenwart von subtilen Vanillenoten ebenfalls erfassbar. Der schlichte Körper übt sich in Vollmundigkeit und bleibt der feinen, leicht fruchtigen Süße und den dezenten Nougatnoten treu. In seiner Mitte ist das Franz Josef schon ein sehr geschmeidiges Helles mit angenehmer Aromatik. Es liegt eine präsente Getreidigkeit vor, die zum Teil auch an Nudeln erinnert. Dieser Getreidecharakter wird im Abgang weiter ausgebaut, während der Hopfen leicht grasige Noten einstimmt und das Helle recht kernig ausklingen lässt. Die Bittere geht absolut in Ordnung für diesen Bierstil.

Der schlechteste Entwurf ist das Franz Josef Bayerisch Hell nicht. So ganz frisch und lebendig mag es allerdings nicht erscheinen, sondern eher wie ein robuster, gut trinkbarer Geselle. Die Getreidigkeit hat klar Vorrang vor der Hopfigkeit, wobei sich Letztere auch nicht völlig blamiert.

 



Die Abstimmung:


Kommentare

  1. Leider finde ich von allen angegebenen Olfaktoritäten...nichts! Leider etwas nichtssagend.
    Aber weil mein Opa aus Eltmann war...konnt mers schon gedrink!

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  2. Ah, Milchschokolade schmecke ich auch nicht, aber die Mischung macht's. Gestern sehr spannend und voll, heute eher klassisch. Und ein Lichtblick in der unterfränkischen Bier-Diaspora. Aber es bleibt ein gewagter Name für ein fränkische Bier ;-)

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  3. Wieder ein super Helles! Will gar keine Schokolade oder Aprikose rausschmecken, sondern nur Hopfen und Malz. Und die Mischung hier ist geradezu ideal! Jürgenator

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  4. Irgendwie finde ich es im Vergleich zu den anderen in der Runde recht normal- und die erhoffte Nougatnote war halt Malz. Gesendet aus Maggussens Diaspora!

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  5. schönes Helles nach bayerischer Art. Kann man auch in Franken machen. Irgendjemand muss ja die Anleitung für die Münchner schreiben.

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  6. Kann man trinken, aber auch nix "fany-schmancy". Ein solides Helles halt.

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