20. Fläschchen: Reckendorfer Kellerbier

Nach der hellen Freude am 7. Dezember geht es nun in den Keller:

Herkunft:

Das ungespundete Kellerbier der Reckenbräu ist durch die enthaltenen Trübstoffe quasi der medizinisch wertvolle Beitrag der Reckendorfer Schlossbrauerei.


Andere Bewertungen:

Wenn man diesem Kellerbier optisch überhaupt etwas vorwerfen kann, dann die leichte Inhomogenität, die sich zu Beginn ergibt. Alles andere besticht jedoch durch eine handwerkliche Optik. Die Farbe ist sattes, bernsteinfarbenes Gold, die vorhandenen Schwebeteilchen sind homogen und fein und die Schaumkrone ist äußerst üppig, fest und stabil. Dieses Bier sieht wirklich nach Bier aus.

In der Nase zeigen sich nur verhaltene Klänge, die vordergründig getreidig und malzig ausgelegt sind. Insbesondere Karamellmalz ist im Duft zu erfassen, eine leichte Fruchtigkeit nach Pfirsichen zeigt sich. Der Antrunk ist eher von der wässrigen Sorte, jedoch gefällt der prickelige Einsatz von Kohlensäure und das nicht zu süß agierende Malz. Der Körper gewinnt an Würzigkeit, aber nicht besonders viel an Volumen. Hier merkt man dann auch, dass Hefe im Spiel ist - das Aroma wird insgesamt runder und vielseitiger. Kurz darauf klingt es schon würzig aus, ohne die Betonung dabei zu sehr auf den Bitterhopfen zu legen. Hier ist die für bayrische Helle so typische Säure wieder sehr zielbestimmend. Etwas Würze und sogar Salz lässt dieses Zwickel herzhaft enden.

Sehr viel Nachgeschmack bleibt nicht, aber es kleidet sich in einem deftigen Gewand. Der typische Trebergeschmack bleibt übrig, Süße und Säure sind längst abgeklungen, da zieht eine würzige Note nach. Assoziationen an herzhaften Braten werden wach. Ja, dieses Unfiltrierte hat dann doch einen langen Atem.

Kommentar: Ein gefälliges, mildes Kellerbier. So richtig eigene Akzente setzt es nicht. Abgesehen von der prima Optik.

 



Die Abstimmung:



Kommentare

  1. Die helle Freude aus Reckendorf spielt für mich in einer völlig anderen Liga als das Kellerbier der selben Brauerei. Für mich war das zu kantig. Kurz vor Ende des Kalenders werde ich noch wählerisch...

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  2. Da muss ich dir zustimmen. Definitiv ist das helle besser. Das hier ist ein Grund, warum ich immer denke, dass ich Kellerbier nicht so gern habe.
    Dennoch tut's gut. Prost in den Endspurt.

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  3. Ja, mit Ecken und Kanten, aber schön getreidig und irgendwie, im Gegensatz zu den Hellen, in den Winter passend.

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