Herkunft:
Ein "Birra Invernale", ein Winterbier, stellt sich vor: St. Georgen Bräu
aus Buttenheim hat für die kalte Jahreszeit dieses 5,6 % vol. Alkohol
starke Untergärige im Angebot. Feinster Aromahopfen (Hallertauer
Tradition, Spalter Select) sowie fränkische, helle und karamellfarbene
Braumalze sind im Sud gelandet, zudem wird ein langsames Maischverfahren
und eine klassische Zwei-Tank-Reifung (von 9 °C auf -1 °C fallend)
genannt. Diese seit 1624 existierende Familienbrauerei nimmt ihre
Aufgaben ernst.
Filtriert und damit klar präsentiert sich ein
heller Bernsteinton mit grober, altweißer Schaumkrone von durchaus
üppigem Ausmaß. Der recht stabile Schaum lässt sich hoch auftürmen und
mit dem kompletten Inhalt der 0,5-Liter-Euroflasche kommt tatsächlich
eine minimale, opale Hefetrübung ins Spiel. Optisch absolut zufriedenstellend.
Der würzig-blumige, aber recht dezente Duft
ist nun auch keine absolute Enttäuschung. Etwas Koriander trifft auf
eine blumige Malzigkeit - getreidig, strohig, unscheinbar. Der Antrunk
lebt die Aromatik schon deutlich stärker aus: Blumige Noten mit Pfirsich
und Aprikose gallopieren auf einem hellen, karamelligen Malzbett. Eine
subtile Würze im Hintergrund sorgt für ein gewisses Interesse. Danach
macht sich Schalheit breit, die Kohlensäure fällt zu dezent aus und das
Aroma wird seichter. Süß-säuerliche Malznoten bestimmen nun das Bild im
vollmundigen Körper. Nicht restlos überzeugend, aber nicht schlecht -
etwas blumig-fruchtige Hopfenaromatik bewahrt sich immerhin. Zunehmend
seichter werdend, klingt das winterliche Festbier mild und malzig aus.
Zur Süße kommt eine dezente Röstmalznote hinzu, während der Hopfen fast
ins Seifige tendiert. Gewiss nicht der Höhepunkt des Ganzen, aber
okay...
Auch hier stellt sich die Frage, was denn genau
das "Winter" im Bier auszeichnet. Das Festbier macht insgesamt einen
guten Eindruck: Süffig, malzig, süß - eben das klassische Programm. Der
Hopfen überzeugt dabei mit einer nicht verkennbaren Aromatik, die mit
süßen Pfirsichnoten von der recht eindimensionalen Malzigkeit ablenkt.
Etwas mehr Würzigkeit steht trotzdem noch auf dem Wunschzettel. Wer
bei Festbieren an süßes, fruchtiges, malziges und nicht zu alkoholisches
Bier denkt, ist hier an der richtigen Adresse.


Wasn so ruhig an Nikolaus um die Uhrzeit hier??? Stecken alle schon im Sack vom Rupprecht?
AntwortenLöschenAaaalso, heute nur eine massive Kritik am Nikolausbier: warum, warum nur, muss man auf einem fränkischen Bier sooo präsent das Familienwappen der Wittelsbacher anbringen. (Punkt)
Was mir gefallen hat:
- die Farbe: ein nicht näher zu bezeichnender Orangeton zwischen Crodino und Sanostol für Erwachsene (ich mag beides gerne!)
- der Geschmack: es hat sich einfach mal so getrunken, ohne in irgendeine Überhopfung, Untermalzung, ambivalente Säure etc. schwenken zu wollen, vulgo: es ist halt neigelaffn.
-das Gefühl: endlich mal ein Buttenheimer, das nicht (Achtung: running gag!) nach am "blutigen Schlachtermesser geleckt" schmeckt!!!
Leider wahrscheinlich im Sommer aufm Keller nicht mehr erhältlich...
Muss ich den Kalender heute loben. Das Gestrige musste ich unkommentiert lassen. Diese Flasche Winterbier schmeckt wie die Ansage. Lecker und mit Schwung, und einem beeindruckenden Nachgeschmack. Noch einen schönen Nikolausi
AntwortenLöschenFürn Nikolaus-Tag absolut passend! Schöne Farbe, schöner Schaum, guter und nicht aufdringlicher Geschmack - hat meinen Feierabend heut auf jeden Fall bereichert und is... wie bereits erwähnt ... schee gloffn!!!
AntwortenLöschenMir schmeckt das zu wenig...
AntwortenLöschenIch muss ja zugeben die Buttenheimer Biere immer etwas gemieden zu haben. Aber: das Winterbier wurd mit jedem Schluck besser! Gute Wahl zum Nikolaus find ich auch. Prost vom Olaf
AntwortenLöschenG‘schmackig, smooth, lecker. Schaumgefühl wurde zwar verletzt, ist aber nicht wichtig bei dem Geschmack. Alles in allem eine runde Sache! Mehr davon!
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