7. Fläschchen: Reckendorfer Helle Freude

Schon lange kein Helles mehr getrunken? Voila:

Herkunft:

Die Reckendorfer Schlossbrauerei geht (mindestens) bis auf das Jahr 1597 zurück, in dem dort erstmals eine "Braugerechtigkeit" erwähnt wird.
Über die Jahrhunderte ist das Schloss verschwunden und nur die entsprechende "Gerechtigkeit" für das Brauen ist geblieben.








Andere Bewertungen:

Die Helle Freude glänzt goldgelb mit einer niedrigen, blütenweißen Schaumkrone. Sie hat einen sanften, blumigen Duft. Im Antrunk ist sie ziemlich rezent und für ein einfaches Helles (wegen der Etikettfarbe nennt man es in Insiderkreisen angeblich auch "a Blaus") äußerst aromatisch. Das blumig-malzige Gefühl bestätigt sich und wird von einer feinen Süße gefolgt, die bis dahin vorgelegte Blumigkeit zu Grunde legend, ist es beinahe logisch, hier auf Honigaromen zu kommen. Im Abgang wird es noch ein bißchen minzig.

Geschmack:
Der Antrunk ist malzigweich und vor allem getreidig. Schön getreidig. Dazu im Mittelteil die Honigtöne, aber brav im Hintergrund und nicht so massiv, wie es der Geruch vermuten ließ. Auch die Hefe scheint für einen fruchtigen Beigeschmack zu sorgen. Sagen wir: Honigmelone.
Körper: mittel; schönes Mundgefühl
Rezenz: mittel


Der Nachtrunk ist eine schöne Überraschung. Endlich mal ein Helles mit einem wahrnehmbar aromatisch bitteren Abschluss!
 

Auch wenn man den Aufschriften von Etiketten selten vorbehaltlos folgen sollte - dieses Bier aus Reckendorf IST tatsächlich die Helle Freude!



Die Abstimmung:



Kommentare

  1. Ich hatte schon ein bißchen auf die 'helle Freude' gehofft!!! Ein Traum von einem Bier!!! Ganz, ganz gut!

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  2. Wusste gar nicht wie bierpsychologisch verkorkst ich bin ;-) Helles aus Reckendorf - da geh ich zum Rudi Schroll.

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  3. Absolute Zustimmung! Großartig! Nur das minzige schmecke ich (zum Glück) ganz und gar nicht!

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  4. Der Name ist zum Glück Programm und kein Marketing! Ich habe eben ganz verwundert festgestellt, dass die Flasche leer ist. Da keine zweite Flasche davon im Kalender ist, ist jetzt Zeit zu trauern. Aus heller Freude wird starke Wehmut.

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  5. Dorfanimositäten und Bierpsychologie:
    Nun ist denn mein Vater in Reckendorf geboren und aufgewachsen und so begab es sich zu der Zeit, dass er mit dem (jetzt) Seniorchef vom "Schloss" kindergartenbefreundet war. Doch höret und staunet! Wo kaufte die Familie noch Jahrzehnte später ihr Bier...beim Schroll!!!
    Wurst (apropos, davon gibt im "Schloss" auch gute!), es hat gschmeckt (aber halt ned wie a Schroll ;)).

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  6. schmeckt wie ein gelungenes Helles und bekommt noch ne gute Note. Es könnt ja noch das ein oder andere Helle hinter den Türchen stecken...gfrei mi

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  7. Helle Freude mit der Hellen Freude an diesem dunklen Dezemberabend, ein wirklich sehr süffiges Helles. Dickes, fettes Like :-) Ilona

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  8. Also im Verhältnis find ich’s bissl fad.

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  9. Heute Nachtrag, ein gutes Bier, in Dublin lernt man den begriff "Drikability". den hat es. Aber nicht herausragend

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    1. Sag ich doch: => fad

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    2. Sehr g‘schmackiges Bier, kann den „fad“ Kommentar nicht nachvollziehen. Aber zum Glück sind Geschmäcker verschieden. Für mich schmeckt es aber nicht nach einem Hellen, eher nach einer Art Märzen/Festbier/Export. Sei‘s wie‘s is. Goud wors! Auf zum nächsten.

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