Einmal den Main hinab nach Unterfranken:
Herkunft:
Die dunklen Malze machen sich im Glas bemerkbar, denn das Auge erblickt
ein lupenrein filtriertes, magisches Kupfer-Bernstein. Die Schaumkrone
hält nicht ewig, aber sie war zumindest mal zu Besuch. Mit diesem
schönen Anblick steigert sich die Vorfreude.
Verhaltene
Fruchtnoten (die als Aprikose, Apfel und Birne zu deuten sind) treffen auf
Karamell und eine subtile Röstnote - eine Nuance Kaffee und dunkle
Schokolade gibt es demnach für die Nase. Es überwiegt jedoch die süße,
malzige Seite im Stile eines Wiener Lagers. Und das käme auch optisch
hin. Weihnachtliche Würznoten treffe ich keine an.
Süß und
opulent malzig legt das Winterbier los - mitsamt einer brotigen,
sättigenden Mächtigkeit. Voll auf seine Kosten kommt man jedoch im
vollmundigen, wie versprochen malzaromatischen Körper. Der Hopfen steuert
nicht zu knapp grasige Noten bei. Final wird es sogar ziemlich
kernig. Die Fruchtnoten erscheinen durchweg frisch und befeuern in ihrer
Süße auch die Süffigkeit. Das Malz tendiert zunehmend in die röstige
Richtung, ohne deshalb aber die Linie eines guten Wiener Lagers
verlassen zu wollen.
Das Winterbier stellt ein angenehm frisches,
vollmundiges, malzaromatisches Spezialbier dar, das wirklich
positiv überrascht. Das Malz und der Hopfen spielen harmonisch
den Gegenpart zur karamelligen Seite. Und in der Mitte frohlockt eine
angenehm süße Fruchtigkeit, die absolut wie gewollt erscheint. Lecker!


Mein Bier, wahrscheinlich isr nur eins im
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Sehr treffende Bewertung, schließe mich voll und ganz an...Aber nach der Klassifizierung eher A als D
AntwortenLöschenMit dem Bier wird mir ganz warm ums winterliche Herz!
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