10. Fläschchen: Privatbrauerei Kesselring: Urfränkisches Winterbier

 Einmal den Main hinab nach Unterfranken:

Herkunft:

Im Gasthof "zu den drei güldnen Kronen" in Marktsteft wird seit 1688 gebraut. Über die Generationen und Jahre ist die Brauerei in Familienbesitz geblieben, und heute neben dem "Urfränkischen" Bieren auch die Heimat des Steinie².
Das Winterbier wird in limitierter Menge für die Festzeit gebraut und jedes Jahr mit einem anderen Motiv auf den Etiketten verkauft- leider gibt es aber anscheinend kein Sammelalbum!


Andere Bewertungen:

 

Die dunklen Malze machen sich im Glas bemerkbar, denn das Auge erblickt ein lupenrein filtriertes, magisches Kupfer-Bernstein. Die Schaumkrone hält nicht ewig, aber sie war zumindest mal zu Besuch. Mit diesem schönen Anblick steigert sich die Vorfreude.

Verhaltene Fruchtnoten (die als Aprikose, Apfel und Birne zu deuten sind) treffen auf Karamell und eine subtile Röstnote - eine Nuance Kaffee und dunkle Schokolade gibt es demnach für die Nase. Es überwiegt jedoch die süße, malzige Seite im Stile eines Wiener Lagers. Und das käme auch optisch hin. Weihnachtliche Würznoten treffe ich keine an.

Süß und opulent malzig legt das Winterbier los - mitsamt einer brotigen, sättigenden Mächtigkeit. Voll auf seine Kosten kommt man jedoch im vollmundigen, wie versprochen malzaromatischen Körper. Der Hopfen steuert nicht zu knapp grasige Noten bei. Final wird es sogar ziemlich kernig. Die Fruchtnoten erscheinen durchweg frisch und befeuern in ihrer Süße auch die Süffigkeit. Das Malz tendiert zunehmend in die röstige Richtung, ohne deshalb aber die Linie eines guten Wiener Lagers verlassen zu wollen.

Das Winterbier stellt ein angenehm frisches, vollmundiges, malzaromatisches Spezialbier dar, das wirklich positiv überrascht. Das Malz und der Hopfen spielen harmonisch den Gegenpart zur karamelligen Seite. Und in der Mitte frohlockt eine angenehm süße Fruchtigkeit, die absolut wie gewollt erscheint. Lecker!

 

Die Abstimmung:




Kommentare

  1. Mein Bier, wahrscheinlich isr nur eins im
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  2. Sehr treffende Bewertung, schließe mich voll und ganz an...Aber nach der Klassifizierung eher A als D

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  3. Mit dem Bier wird mir ganz warm ums winterliche Herz!

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