Direkt aus den Fichtel- Mountains stammt der "Läuft"- Slogan der Brauerei Lang:
Herkunft:
Wenn's mild zugehen soll
Worum es sich beim
Lang-Bräu Hell aus Schönbrunn im Fichtelgebirge handelt, wird vorn wie
hinten gut vermerkt: Es ist untergäriges, helles, hochvergorenes Bier
mit 4,5 % vol. Alkohol und 11,1°Plato Stammwürze - kristallklar, mild
und handgebraut. Ein typisches Helles, wie man es in Bayern gern trinkt.
Goldgelb
und klar - aber definitiv nicht kristallklar, denn dafür schweben
zuviele feine Rückstände im Bier - steht ein ansehnliches Helles da. Einzig die Schaumkrone schwindet zu zügig. Der Duft fällt
frisch und malzig mit Honig- und Karamellnoten aus. Die Dominanz der
Süße zeichnet so manches Helle aus, während man den Hopfen nicht
entdeckt.
Mit guter Rezenz und weichem Wasser steigt das
Lang-Bräu Hell süßmalzig ein. Wenn überhaupt, gibt es dazu eine milde
Säure und eine dezente Blumigkeit. Der weiche und vergleichsweise
cremige Körper macht aber keinen Hehl daraus, dass er bis auf milde,
blumige Malznoten nicht viel bieten kann. Erst im Abtrunk macht sich auf
subtile Weise der grasige Hopfen bemerkbar, der zuvor komplett im
Verborgenen geblieben ist. Die genannten 26 IBU mag man kaum glauben, es
schmeckt nach deutlich weniger. Würzige Malz- und Trebernoten bilden
die Schlussakzente und berichten von handwerklichen Wesen dieses
klassischen Bieres.
Wer mildes Bier mag, ist beim Lang-Bräu Hell
goldrichtig. Qualität, Frische und Mundgefühl passen gleichermaßen. Wenn
man selbst von "rund" und "feinwürzig" spricht, muss ich dem
gewissermaßen zustimmen - obgleich statt feiner Würze eher die Süße
dominiert. Das sorgt in nahezu gänzlicher Abwesenheit des Hopfens aber
auch dafür, dass dem Hellen ein wenig die Ecken und Kanten fehlen.
Irgendwas ist immer...
Wie es scheint, handelt es sich beim
Lang-Bräu Hell um den praktisch identischen Nachfolger des Schönbrunner
Fichtelgebirgsbier Hell - Alkoholgehalt und Stammwürze sind jedenfalls
identisch.


Schmeckt fast wie ein Radler, aber gut
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