13. Fläschchen: Hummel- Bräu: Pils

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Herkunft:

Die Brauerei Hummel hat trotz Ihrer verhältnismäßig kleinen Betriebsgröße (9.000 hl / a) eine recht große Auswahl von 9 Bieren die ganzjährig gebraut werden.
Zusätzlich kommen dann noch 8 saisonale Biersorten dazu.



Andere Bewertungen:

 

Das etwas andere Pils

Bei Franken-Pils gibt es meistens das weicheste Brauwasser, das man sich wünschen kann. Ein klares, nicht lupenrein filtriertes Gelbgold - es könnte auch einem Hellen gut zu Gesicht stehen - trifft angeregt sprudelnd auf reichlich grobporigen Schaum, der es mit der Haltbarkeit nicht so genau nimmt. Optisch kein Reinfall, aber eben auch kein Hingucker.

Der Duft ist in der Tat interessant. Guter Hopfen ist wie bei so ziemlich jedem Franken-Pils herauszuriechen, dazu gibt es aber auch eine würzige, leicht muffige Komponente. Harz? Muskatnuss? Das hat was. Süßlich, weich und malzbetont wie bei einem Hellen steigt das Pils "fränkisch" ein. Nur mit Kenntnissen der regionalen Bierkultur würde man hier ein Pils erkennen. Danach schaut kurz eine metallische Note vorbei, die zum Glück aber schnell wieder verschwindet. Der malzig-süße (Honig und Karamell) und gar nicht mal so schlanke Körper bildet kein typisches Pils ab. Nach etwas Orange und Karotte kommen Gewürzkräuter auf, die ungewohnt, aber interessant sind. Nein, ein typisches Pils ist das hier nicht - da könnte auch "Hell" vorn drauf stehen. Der Abgang ist vorrangig würzig und eindeutig feinherb statt bitter, wobei sich die Süße nicht verabschieden möchte. Hier schmeckt es eine Idee "gemüsig" und erinnert an Möhrenkraut. Süffigkeit und Kohlensäure liegen im moderaten Bereich.

Es ist kein klassisches Pils und selbst im fränkischen Raum gibt es genug Biere, die dem Typus deutlicher entsprechen. Ein ungewöhnliches Bier, aber eher interessant als lecker. Doch langweilige Biere gibt es auch schon genug...

 

Die Abstimmung:





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