Im Landkreis Bamberg die größte Brauerei:
Herkunft:
St. Georgen Bräu Buttenheimer Hopfenzupfer
Helles Gold mit guter Perlage.
Der
Geruch zeigt vor allem süße Getreidetöne mit gebranntem Zucker. Guter
Anteil an Malzen, aber auch duftige Hopfenideen. Beide Zutaten
erscheinen gleichberechtigt. Der Aromenzug ist intensiv kühl mit
trocken-erdiger Färbung, erinnert an Waldboden, doch zugleich mit
karamelligen Aspekten, kerniges Honigbrot. Das Bier hat etwas
jugendliches, ist rustikal und helltönig zugleich, aber nicht bewegt.
Der
Geschmack erfüllt wunderbar das, was der Duft vorgemacht hat und geht
darüber auch noch hinaus. Das Bier entwickelt seine Ausrichtungen in
komplexer Weise in mehrere Richtungen. Dieser zuvor als erdig
beschriebene Zug, das ist mehr so eine Mimik im Bier oder ein Gestus,
eine Farbe; er kommt jedenfalls wunderbar hervor, ziemlich trocken,
laubartig, dunkelgrün bis bräunlich, auch kräftig-brotig, aber duftreich
und gestalterisch, erinnert an den Duft von Wäldern. Im Mund ist auch
sogleich eine sehr einnehmende, speicheltreibende Süße mit frischen
Aspekten von Fruchtkaramell und/oder Honigmarzipan. Der Hopfen kommt
toll hervor und präsentiert herbe und würzige Züge mit Eleganz.
Insgesamt
lässt sich wirklich sagen, dass dieses Bier bunt und balanciert ist.
Und es kann damit begeistern, dass es verschiedene Geschmackseindrücke
nebeneinander erscheinen lässt.
Der Körper ist von
Ausgewogenheit gezeichnet. Ein solides, aber nicht verbissenes, malzige
Fundament bringt viel Ruhe in den Sud, der Farbenwind aus Aromen darüber
gestaltet den Auftritt belebt und frei. Die Kohlensäure genügt.
Der
Abgang des Bieres ist von den würzigeren Anteilen des Malzes und von
den süßesten des Hopfen zugleich eingenommen. Eine gegenläufige
Bewegung, die aber einen sehr weichen Abgang provoziert. Immer wieder,
wenn man schluckt oder den Gaumen schließt und wieder öffnet, stoßen so
völlig unerwartete Honigtöne empor, bestechend süß und speicheltreibend
und inmitten dieser eigentlich gar nicht zu verachtenden Herbe.
Der
Buttenheimer Hopfenzupfer wird seinem Namen gerecht und bleibt dabei
doch auch das, was man unter einem Märzen versteht. Ein derartig
hopfiges Festbier, das seinem Stil dabei noch treu bleibt, findet sich
nicht leicht. Hier aber wird man durchaus belohnt.
Das ganze Bouquet sehr vielschichtig. Das Bier kann Hopfen und Malz auf sehr
vielseitige Weise ineinanderführen. Es entwickelt nicht nur
verschiedenste aromatische Ausrichtungen wie Graubrot, Karamelligkeit,
Fruchtigkeit und Hopfenherbe zugleich, sondern fächert diese auch in
differenzierte Aromen auf. Da erwarten einen würzige und erdige Aspekte
genauso wie tiefsüße und säuerliche Ideen, fruchtige und malzig-brotige
Orientierungen finden sich auch.
Besonders schön ist, dass der
Hopfenzupfer neben dem großzügigen Angebot an Aromen auch Charakter
mitbringt. Das, wozu sich alle Aromen intuitiv zusammentun, hat eine
duftige, farbenreiche, irgendwie waldartige Aufmachung. Das Bier
erschließt sich mehr durch seine Farben, als durch definitive Noten.
Grundsätzlich verbleibt der Tenor aber im Bereich der deftigen
Brotigkeit, des tiefsüßen Fruchthonigs o.ä. und des Hopfenduftes
darüber.
Dieses Märzen ist wunderbar und sehr
empfehlenswert. Es passt gut in den Frühling, ist aber vor allem noch ein Bier für den sehr späten Sommer, der schon
erste Herbstzeichen zeigt. Der Facettenreichtum dieses Sudes
ist wunderbar. Schwärmen kann man davon, wie herbe Hopfentöne in die
Nase steigen, während rustikal-kräftige Schwarz- oder Graubrottöne im
Mund mit butterweicher Honig- und Fruchtsüße zusammenfallen, dass man
nicht weiß, ob man dahinschmelzen oder sich herausgefordert fühlen
sollte.


Ein Wahnsinnsbier! Genau richtig für einen HSV-Sieg!
AntwortenLöschenEigentlich gehört dieses Bier in die erste Liga! Aber gerne können die HSV-Fans es zur Nichtaufstiegsfeier trinken, Prost
LöschenSuper Bier... da ist meins ----- oPaB
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