22. Fläschchen: Kanone Schneekanone

Herkunft:

Bis aufs Jahr 1560 zürückgehend ist die Kanone Brauerei zwischenzeitlich umgesiedelt und war auch mal einige Jahre ruhend (damals war man Schmied statt Brauer). Seit 1886 braut man nun wieder, und 2023 wurde nach 15 Jahren auch wieder ein Braustüberl eröffnet.



Andere Bewertungen:

Schneekanonen sind Maschinen, die Wasser in Schnee verwandeln. Nachdem die Winter in den Alpen längst nicht mehr so schneesicher sind wie früher, begann man bereits Mitte der 60er Jahre damit, die immer grüner (oder brauner) werdenden Skipisten mit Schneekanonen zu beschneien. Obwohl technisch erzeugter Schnee besser ist als matschige Wiesen, erfreuen sich die Schneekanonen und ihr winterliches Weiß keiner besonders großen Beliebtheit bei den Wintersportler:innen.

Ganz anders sieht das beim gleichnamigen Bier aus der Feder der Brauerei Kanone aus: Ihr jährlich im November erscheinendes Winterbier ist ein echter Publikumsliebling und oft schon nach wenigen Wochen ausgetrunken. Das saisonale Vollbier bringt moderate 5,3 % Alkoholgehalt ins Glas und wird mit der thematisch äußerst passenden Hopfensorte Polaris aromatisiert. Diese relativ junge Sorte stammt aus dem Hopfenforschungszentrum Hüll und zeichnet sich durch ihr intensives Kräuteraroma aus. Das grüne Gold zaubert Noten frischer Minze und zarte Anklänge tropischer Früchte ins Bier.

Die Schneekanone präsentiert sich in einem kräftigen Kupferrot im Glas und krönt sich mit einer Handvoll elfenbeinfarbenen Schaums. Duft und Geschmack sind vornehmlich malzbetont: Noten von geröstetem Getreide, frisch aufgebrühtem Kaffee und Karamell umgarnen Nase und Gaumen, bevor sich der Hopfen dazugesellt und das Aromenspiel mit einem Hauch Minze und einer harmonischen Herbe abrundet.

Die Abstimmung:

Kommentare

  1. Habe mir die Schneekanone zum Karpfenknusper kredenzt
    .Und was soll ich sagen, sie hat gezündet!

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