4. Fläschchen: Wiethaler Goldstoff

Herkunft:

Ein erster Schwenk nach Mittelfranken führt uns nach Neunhof. Dort findet sich die Wiethaler Brauerei, die bis auf vor-Reinheitsgebot-liche Zeiten zurückgeht.
Schon 1489 wurde dort gebraut und unser heutiges Bier ist eigentlich das Geburtstagsbier für die 900 Jahrfeier des Ortes.

Wegen seiner Beliebtheit ist der Goldstoff aber geblieben.







Andere Bewertungen:

Das Helle mit etwas mehr Stammwürze

Helle Spezialmalze und Hersbrucker BIO-Hopfen zeichnen das helle Festbier aus, welches die Brauerei Wiethaler - und da stimmen die goldfarbenen Etiketten - Goldstoff Hell nennt. Aus 13,6 % Stammwürze resultieren 5,4 % vol. Alkohol. Unter einer feinporigen, lockeren Schaumkrone zeigt sich ein ölig anmutendes, klares Gold. Beim Duft wiederum präsentieren sich überwiegend Malz und Hefe: Es gibt Akzente von Nuss, Apfel, Milchschokolade, Vanille und süßem Getreide. Der Hopfen wurde scheinbar nicht eingeladen. Bei dezenter Würze dominiert eindeutig der süße, malzige Charakter in der Nase. Als Obernote ist auch die Hefe klar ausfindig zu machen, welche an Sauerteig erinnert.

Frisch und spritzig legt das goldfarbene Untergärige los und erweckt problemlos den Eindruck von Süffigkeit. Das karamellige, leicht nussig-biskuitartige Malz ist sofort zur Stelle und garniert sich mit einer subtilen Apfelfruchtigkeit. Das ist hier praktisch ein "Helles Plus", da die typischen Akzente nach Toffee und Vanille unverkennbar da sind und das Malz so stark dominiert, dass vom Hopfen praktisch nichts erkennbar bleibt. Aber durchaus süffig ist es, weshalb es gut als Märzen durchgeht. Der vollmundig-süße, dezent apfelfruchtige Körper bleibt sich der feinen Malzaromatik (Vanille, Karamell, Biskuit, Nuss) treu, während sich der Hopfen weit, weit im Hintergrund um etwas Grasigkeit bemüht. Das ist wirklich nett. Dieses Malzarrangement tendiert allerdings schon stramm in Richtung Mastigkeit. Leicht säuerlich geht es danach mit gut gewählter, fein abgestimmter Hopfenbittere in den malzig-getreidigen Abgang, der zuletzt dann auch so etwas wie Kernigkeit offeriert.

Ein etwas kräftigeres, nettes Helles mit der gewissen Tendenz zu einem Festbier/Märzen. Es tut definitiv das, was es soll: Es ist malzig und mild mit einer angemessenen Süffigkeit. So ist das Goldstoff ein typisches Brotzeitbier, welches durch seine höhere Stammwürze nicht untergeht, den landestypischen Mahlzeiten (egal ob mittags oder abends) aber auch nicht unnötig im Weg rum steht. Wer es richtig malzig und mild-süffig mag, findet mit dem Wiethaler Goldstoff Hell jedoch einen wunderbaren Essensbegleiter.


 

Die Abstimmung:


Kommentare

  1. Eher Pils als Goldstoff, nicht meins

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  2. Ich finds gut, der Abgang ist mir nur ein bisschen zu schwach

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  3. Geschlechtsverkehr auf einem Paddelboot…Fucking close to water

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