16. Fläschchen: Sauer Pils

Herkunft:

Tradition: Die Brauerei Sauer ist eine traditionsreiche Familienbrauerei, deren Geschichte als Braustätte und Wirtshaus bis ins Jahr 1720 zurückreicht. Seit 1784 ist sie im Besitz der Familie Sauer und wird heute in der sechsten Generation geführt. Zur Brauerei gehört ein typisch fränkisches Dorfwirtshaus mit gemütlicher Atmosphäre, in dem fränkische Küche und deftige Spezialitäten serviert werden (z.B. Schäuferla, Pfannenkoteletts). Bei schönem Wetter ist der angeschlossene Rossdorfer Felsenkeller (Biergarten) geöffnet.
Und wenn es nicht die Biersorten oder die fränkischen Spezialitäten sein sollen, wird auch noch die original Rossdorfer Salatsoß verkauft.

Andere Bewertungen:

Brauerei Sauer Rossdorfer Pils:

Schaum: feinporig, flüchtig
Farbe: goldgelb
Geruch: Hefe mit netten Orangenaromen

Geschmack:
Der Antrunk erstaunt mich. Ein Hauch von süßem Malz schwebt über die Zunge, bevor Hefe und Hopfen den Ton angeben. Da sind buntfruchtige Aromen, und... ist das Rose? Ja, das sind Düfte, wie ich sie von feinen Rosenkonfitüren kenne. Nein, wir sind in keinem Hipster-Craft-Bier-Test. Oder wie sagte doch Braumeister Krug aus dem nahegelegenen Geisfeld mal im Fernsehen: In Franken ist fast jeder Brauer „a Graffd-Brauer“. Macht man die Augen zu, scheint man auf einem Kräuter- und Blumenwölkchen zu schweben. Sehr schön!

Körper: recht schlank
Rezenz: pilsig normal

Nachtrunk: Komisch. Jetzt hat das Malz seine zweite Chance und ergreift sie. Eine gewisse Süße bleibt tatsächlich lange präsent, während gleichzeitig der Hintergrund geradlinig bitter zum Ausgang, äh, Abgang bittet.

Kommentar: Wenn überhaupt irgendein Münchner Helles so wie das Sauer Pils schmecken würde, tät’ ich mich vielleicht mit dieser Landeshauptstadt anfreunden können. Wahrscheinlich bringt nämlich kein Nicht-Franke es über die Lippen, das Rossdorfer Pils „Pils“ zu nennen. Daher bringt mich die notenmäßige Bewertung ziemlich in Bedrängnis, denn als Pils wäre es wohl versetzungsgefährdet. Ich stelle zur Auswahl (bitte ankreuzen):

O fränkisches Pils
O klasse Helles!

… und entscheide mich für Nr. 2.


Die Abstimmung:


Prompt des Tages:
Erstelle ein Bild eines Brauers der vor seinem Felsenkeller braut, und Salatsoß nebenbei verkauft!



Kommentare

  1. Also Leute, ich bin enttäuscht,: wenig Bewertungen , keine Kommentare: sind hier nur Konsumenten ?
    No Kommunikation ? Da gibt's ein paar Menschen die sich richtig viel Arbeit machen und - nun nur dies- fällt Euch nix mehr ein ? B

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  2. Leider kommt jetzt noch mehr Enttäuschung!? Das heutige Getränk überzeugt geschmacklich als prima Helles, aber für mich NUR aus der Flasche! Was vom Geruch her als "hefige Orange" oder "orangige Hefe" beschrieben wurde, entpuppt sich bei mir im Glas bis hinunter leider als traditionelles Zinkrinnen-Bouquet einer fränkischen Kärwa. Man möge mir das Kopfkino verzeihen!

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  3. "Zinkrinnen-Bouquet" ist mein neues Lieblingswort! Sehr schön...

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