Herkunft:
Die Geschichte der Schankwirtschaft reicht bis ins Jahr 1612 zurück; die Brautradition der Familie Pfister begann 1848. Heute wird der Betrieb von Stefan Pfister als Braumeister und Biersommelier sowie seiner Schwester Elisabeth als Gastgeberin in der siebten Generation geführt.
Die Brauerei Pfister hat sich auf die Herstellung von ökologischem Bier spezialisiert. Sie verwendet ausschließlich Hopfen und Malz aus biologischem Anbau und ist Mitglied im Bioland-Verband. Damit ist sie ein wichtiger Akteur im Bereich des nachhaltigen Brauens in Franken.
Die Brauerei Pfister hat sich auf die Herstellung von ökologischem Bier spezialisiert. Sie verwendet ausschließlich Hopfen und Malz aus biologischem Anbau und ist Mitglied im Bioland-Verband. Damit ist sie ein wichtiger Akteur im Bereich des nachhaltigen Brauens in Franken.
Das Schirnaidler der Brauerei Pfister
Das Schirnaidler kommt mit 4,9 % daher – also genau in dieser herrlichen Trinkstärke, bei der man noch artikulieren kann, aber trotzdem schon gute Laune bekommt. Laut Etikett soll das Bier „kastanienfarben“ sein. Schön wär’s. Wenn Kastanien so hell wären, hätte jeder Förster im Wald Panik, weil er meint, seine Bäume hätten Eisenmangel. Tatsächlich ist das Schirnaidler eher altgolden bis bernsteinfarben – also mehr „Herbstsonne im Glas“ als „Waldfrucht auf dem Kopf des Eichhörnchens“.
Der Schaum ist gigantisch – eine Blume, die sich erst mal breit macht, als hätte sie vor, länger zu bleiben. Tut sie aber nicht. Stabil ist sie nur bedingt, aber man soll ja Bier trinken und keinen Eischnee löffeln, also sei’s drum.
In der Nase zeigt das Bier seine wahre Natur: nussig, dezent rauchig, ein bisschen wie ein gemütlicher Kaminabend. Feine Röstaromen steigen auf, freundlich, nicht aufdringlich.
Der Körper ist erstaunlich schlank, mittel gespundet, angenehm leichtfüßig. Und obwohl man bei dunkleren Bieren oft Vollmundigkeit bis zum Anschlag erwartet, wirkt die geringe Restsüße hier überraschend passend. Kein pappiger Malzbomben-Overkill, sondern eine klare, saubere Linie.
Geschmacklich fährt das Schirnaidler dann alles auf, was es vorher versprochen hat: dezente Karamellnoten, ein Hauch Rauch, dazu das nussige Aroma, das an geröstete Haselnüsse erinnert, ohne gleich wie ein Aufstrich aus dem Glas zu schmecken. Der Nachtrunk bringt schließlich eine leichte Bittere mit – aber keine spitze Hopfenattacke, sondern eher die dunkle Brotkruste vom Holzofenbrot. Der Hopfen hält sich brav zurück, unterstützt, statt die Bühne zu kapern.
Unterm Strich: Ein sehr ausgewogenes Bier, extrem süffig, charaktervoll, und als Bonus trägt es noch das Bio-Siegel, womit man sich einreden kann, etwas für die Gesundheit getan zu haben. Ein Bier für Menschen, die Geschmack lieben – und keine hellen Kastanien erfinden müssen, um es zu beschreiben.


Eher die rauchige Alternative für den Sommer. Nicht ganz so brillant, wie das Rauke, doch wunderbar trinkbar. Tipp für die Fahrer: Pfister Rausch.frei. Spitzenmäßiges Alkfreies!
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