23. Fläschchen: Green Monkey Mandarina

Herkunft:


Die Weißenoher Klosterbrauerei geht bis auf das Jahr 1109 zurück und ist stolz auf die ländliche Lage, die es ermöglicht kurze Wege von der Erzeugung zur Verarbeitung einzuhalten. Hopfen und Malz stammen schon fast aus der Nachbarschaft. Neben dem Bayerischen Reinheitsgebot hält man also auch ein ökologisches Reinheitsgebot ein. 


Andere Bewertungen:

Im Glas steht ein goldenes, unfiltriertes Bier, leicht trüb, mit eher verhaltener Schaumkrone. Kein Schaumbart, kein Fotomotiv – mehr so der Typ: „Ich bin Bier, kein Schaumbad.“ Sieht ehrlich aus, bodenständig, fast schon fränkisch zurückhaltend.

Der Geruch hält sich ebenfalls angenehm bedeckt. Wer hier eine Zitrusbombe erwartet, kann den Riechkolben gleich wieder einfahren. Da ist höchstens ein sanfter Zesten-Hauch, mehr Andeutung als Ansage. Stattdessen merkt man: Hier arbeiten solide Hopfensorten – Smaragd, Perle, Select, Tradition – keine Modehipster, sondern bewährte Handwerker.

Der Antrunk ist dann schön lebendig: ordentlich rezent, mit einer feinen, fruchtigen Säure, die sofort erfrischt. Mandarine und Orange blitzen auf, aber eher wie ein Seitenblick als ein Volltreffer. Kein Fruchtcocktail, kein Fruchtzwerg – eher ein „Ah, ja, da bist du ja“.

Am Gaumen zeigt sich das Bier überraschend geschmeidig, fast leicht ölig, was ihm Struktur gibt und verhindert, dass es einfach durchrauscht. Im Abgang meldet sich eine dezente Hopfenherbe, nicht aggressiv, nicht scharf, sondern sauber und ordentlich. Kein Nachtreten, kein Bitterknüppel.

Und genau hier liegt der Knackpunkt: Wer das Weißenoher Pils kennt – mit seinen kräuterigen und zitronigen Noten – könnte sich anfangs fragen, ob man den Green MONKey überhaupt braucht. 

Aber:
Speziell das Green MONKey mit Mandarina Bavaria, wurden hörbar aufgebohrt. Mehr Ausdruck, mehr Frucht, mehr Eigenständigkeit. Wer also nur die ersten Gehversuche kennt, sollte dem Affen unbedingt nochmal eine Chance geben – der ist inzwischen deutlich muskulöser geworden.

Fazit:

Die Basisversion des Green MONKey ist ein sauber gebrautes, angenehm fruchtiges, moderat gehopftes Bier, das nicht schreit, sondern erzählt. Kein Hopfenporno, aber auch kein Langeweiler. Und die neueren Chargen zeigen: Der Affe hat dazugelernt – und greift jetzt fester zu.


Die Abstimmung:


Prompt des Tages:
Erstelle ein Bild einer fränkischen Klosterbrauerei in der ein grüner Affe, der wie ein Mönch aussieht braut!




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