Herkunft:

Krautig-frische Ausgewogenheit
Naturtrüb - süffig - traditionell: Das
sind die Prädikate, die das Weiherer Kräusen Hell der Brauerei
Kundmüller (seit 1874) auszeichnen sollen - und auf dem vorderen Etikett
der Halbliter-Euroflasche strahlt uns der Senior-Chef an. Ein Kräusen
ist ein Zwickelbier, welches vor dem Abfüllen mit Jungbier verfeinert
wurde, was in der Fachsprache als "Aufkräusen" verstanden wird. Das
Solarbier benennt 4,9 % vol. Alkohol und wurde getreu des Bayerischen
Reinheitsgebotes von 1516 gebraut.
In einem sehr hellen, blassen
Gelbton mit mittlerer Trübung und sahnig-weißer, grobporiger und
stabiler Schaumkrone erscheint das Untergärige im Glas. Die grobe Schaumpracht hat etwas für
sich. Kernige, florale und grasig-harzige Noten treffen im Duft auf
Zitrone und Getreide. Von der Hefe gibt es einen minimalen Einfluss, sie
hält sich aber noch ganz gut zurück. Das Kernige und Frische überwiegt
hier einfach. Der Hopfen, allen voran wird das mal wieder der Spalter
Select sein, fügt sich gut ins Geschehen ein und übertreibt es nicht.
Eine
geschmeidige Süße mit einem Hauch Vanille, wie sie jedem Hellen gut
steht, empfängt uns im frischen Antrunk, der zugleich mit floralen und
citrusfruchtigen Hopfennoten auf sich aufmerksam macht. Die Ähnlichkeit
zum Weiherer (Keller-)Pils ist auf jeden Fall da, aber das Kräusen Hell
versteht sich als kerniger, süßer und weniger hopfig. Im Körper kommen
teeähnliche Noten auf: Etwas Grüner Tee, etwas Kräutertee. Hier schärft
der Hopfen dann auch leicht seine Krallen, aber das Kräusen Hell
verfällt deshalb nicht in eine Bittere. Krautige, grasige und minzige
Noten bestärken im feinherben Abgang den Frischeeindruck, der noch dazu
lange ausklingt. Und auch dort muss sich das Weiherer Kräusen Hell nicht
hinter einem fränkischen Pils verstecken. Allerdings sind die blumigen
Noten allenfalls im Duft erkennbar, geschmacklich lebt das Gezwickelte
auf der krautig-hopfenwürzigen Seite. Zusammen mit dem leicht
säuerlichen Touch ergibt sich eine gut trinkbare Ausgewogenheit. Der
recht lange intensive Nachgeschmack - Kräuter und Minze dominieren -
täuscht sehr gut darüber hinweg, dass im Finale die Säure etwas zunimmt.
So
bleibt als Fazit eigentlich nur noch zu sagen, dass das aromatische und
erfrischende Weiherer Kräusen Hell eine wunderbare Alternative zu zwar
ähnlichen, aber dann doch leicht anderen Varianten der Brauerei ist.
Als würde es das Beste von Keller, Pils und Keller-Pils verbinden.

Schmeckt schon wieder!
AntwortenLöschenUnd wie!
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Löschenschmeckt nach Biergarten und Sommer, schöner Start
AntwortenLöschenHerrlich, erfrischend. Schön süffig, leicht im Abgang.
AntwortenLöschenHobbla, mou meins no aufmachen ....
AntwortenLöschenPerfekt zum Brotzeit
AntwortenLöschenZur Brotzeit natürlich
AntwortenLöschenEin wirklich gutes Helles
AntwortenLöschenSuper Start!
AntwortenLöschenWar klasse!
AntwortenLöschenJoa, ein Bier. Aber eher was leichtes für'n Sommer-Doschd
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