20. Fläschchen: Schwarzbräu: Marie Hausbrendel hell

Fast schon ein wenig Kult-Status:

Herkunft:

Für fränkische Ohren ist Zusmarshausen westlich von Augsburg hauptsächlich von der Stau-Durchsage im Radio bekannt. Aber direkt am Marktplatz liegt dort (laut Wikipedia) die meistprämierte Brauerei Deutschlands. Schon zum Ende des Dreißigjährigen Krieges gab es dort Bier und die ausgezehrten Schweden haben der Legende nach direkt nach der Schlacht am roten Berg die Brauerei gestürmt und komplett leergesoffen.

Heute ist die Schwarzbräu eine der noch wenigen Brauereien mit einer eigenen Mälzerei.

Andere Bewertungen:


Klassisches Etikett, klassisches Bier 

Marie Hausbrendel Hell von der Familienbrauerei Schwarzbräu - ein klassisches Helles mit 4,8 % vol. Alkohol. Hellgolden und blank im Glas mit viel feinporigem Schaum. Der malzlastige Duft erinnert an Stroh, Heu und Wiesenkräuter.

Weich, apfelfruchtig und mit milder Säure steigt das Helle ganz ordentlich ein. Flugs darauf arbeitet es kräuterige Hopfennoten ab, die dem cremigen Hellen in seiner gelassenen Art gut zu Gesicht stehen. Gut: Mit Säure, Vanillenoten und Apfelfrucht übertreibt es das Helle nicht. Grasig-herb wird es im Finale, was woanders schon fast als Pils durchgeht. Das ist fast schon ein wenig kantig und erinnert an den hier nicht verwendeten Hopfenextrakt - aber an dieser Stelle ist Charakter besser als glattgespültes Einerlei.

Ansatzpunkte für Kritik sind rar: Marie macht ziemlich ordentliche Arbeit. Das Helle tritt sehr klassisch auf, wahrt sich dennoch etwas Charakter, der vielen Bieren dieser Zunft abhanden geht. Schön ist auch, dass man die bayerische Herkunft schmeckt. Kann man so machen!

 

Die Abstimmung:




Kommentare

  1. ich trink auf dein Wohl Marie ----....1974 Frank Zander
    https://www.youtube.com/watch?v=5_DNq3uMrkE

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  2. IUnd wann kommt der Josef?

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  3. Auf besonderen Wunsch eines einzelnen Kollegen steige ich nach olfaktorischer Abstinenz nun wieder in die Kommentare ein. Auf den ersten Schluck wirklich KEIN fränkisches Helles! Leichte Säure, die eher in den Sommer passen würde, aber per se ein Bier, das (eigentlich positiv gemeint) vorne und hinten nicht wehtut. Für mich leider auch nicht mehr. Da waren bis dato erheblich interessantere Getränke mit bei. Apropos interessant: Also "Marie Hausbrendel" hin und her, das Etikett sieht mir eher aus wie Eva Braun als Wiesn-Kellnerin, die sich mit dem Rabenhorst´schen Rotbäckchen gepaart hat! Da hat sich der abgebildete Storch aber mal künstlerisch heftig verflogen!
    Aber Wurscht, ich freu mich schon wieder aufs Nächste!

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