22. Fläschchen: Klosterbräu Bamberg: Braunbier

Zum Beginn des letzten Adventswochenendes:

Herkunft:


Die Klosterbräu Brauerei in Bamberg ist die älteste aller Bamberger Brauereien (erstmals 1333 erwähnt, und seit 1533 als fürstbischhöfliches Brauhaus geführt) und hat eine jährliche Produktion von (nur) 4000 hl.
Die Bezeichnung Braunbier ist ursprünglich eine Abgrenzung vom obergärigen Weißbier und bezeichnet ein untergäriges Gerstenbier für den Alltag.


Andere Bewertungen:


Die brau'n sich was! 

Aus Bambergs ältester Braustätte (seit 1533) kommt ein "nach historischem Klosterrezept" gebrautes  Braunbier mit 5,5 % vol. Alkohol. Zwar verpflichte man sich der über 480-jährigen Tradition des Fürstbischöflichen Braunbierhauses, mag dann aber doch nicht auf die Verwendung von Hopfenextrakt verzichten - ein seltsamer Widerspruch.

In einem leuchtenden, klaren Kupfer-Bernstein steht das Braunbier gar nicht einmal so braun da. Namensgerecht könnte man die Farbe auch als Karamellbraun oder helles Kupferbraun bezeichnen. Fest steht aber, dass es zusammen mit zwei Finger breiten, gemischtporigen Blume richtig nett im Glas aussieht. Der eher schwach gezeichnete Duft ist mit seinen blumigen Parfümnoten, trockenen Pfirsichnoten und einer nussig-röstigen Malzigkeit durchaus interessant ausgeprägt. Die Süße überwiegt. Summasummarum besitzt es auffallend starke Honigakzente. Nein, es ist kein Honigbier. Dieser Eindruck kommt also einzig und allein vom Malz.

Im malzigen, leicht trockenfruchtigen Antrunk passiert noch nicht viel. Mit hoher Spundung zeigt sich eine süßlich geprägte Malzbasis. Diese Honignoten zeichnet der moderat mundfüllende Körper noch besser. Der Hopfen und gleichfalls das Hopfenextrakt bleiben eine Randnotiz. Immer dunkler werdend, endet das Klosterbräu Bamberger Braunbier honigsüß, brotig und sättigend. Das kann man so machen...
 

Das honigartige Braunbier trinkt sich entspannt und süffig - wie ganz, ganz milder Met. Und sieht eben dabei auch verdammt gut aus...

 

Die Abstimmung:



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