Zum Beginn des letzten Adventswochenendes:
Herkunft:
Die brau'n sich was!
Aus Bambergs ältester Braustätte (seit
1533) kommt ein "nach historischem Klosterrezept" gebrautes Braunbier mit 5,5 % vol. Alkohol.
Zwar verpflichte man sich der über 480-jährigen Tradition des
Fürstbischöflichen Braunbierhauses, mag dann aber doch nicht auf die
Verwendung von Hopfenextrakt verzichten - ein seltsamer Widerspruch.
In
einem leuchtenden, klaren Kupfer-Bernstein steht das Braunbier gar
nicht einmal so braun da. Namensgerecht könnte man die Farbe auch als
Karamellbraun oder helles Kupferbraun bezeichnen. Fest steht aber, dass es zusammen mit zwei Finger breiten, gemischtporigen Blume
richtig nett im Glas aussieht. Der eher schwach gezeichnete Duft ist mit
seinen blumigen Parfümnoten, trockenen Pfirsichnoten und einer
nussig-röstigen Malzigkeit durchaus interessant ausgeprägt. Die Süße
überwiegt. Summasummarum besitzt es auffallend starke Honigakzente.
Nein, es ist kein Honigbier. Dieser Eindruck kommt also einzig und
allein vom Malz.
Im malzigen, leicht trockenfruchtigen Antrunk
passiert noch nicht viel. Mit hoher Spundung zeigt sich eine süßlich
geprägte Malzbasis. Diese Honignoten zeichnet der moderat mundfüllende
Körper noch besser. Der Hopfen und gleichfalls das Hopfenextrakt bleiben
eine Randnotiz. Immer dunkler werdend, endet das Klosterbräu Bamberger
Braunbier honigsüß, brotig und sättigend. Das kann man so machen...
Das honigartige Braunbier trinkt sich entspannt und süffig - wie ganz, ganz milder Met. Und sieht eben dabei auch verdammt gut aus...


Ja, die Mönche habens drauf
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