7. Fläschchen: Hübner Bräu: Steinfelder hell

Vor zwei Jahren schonmal mit dem Vollbier im Kalender: 

Herkunft:

Diesmal nicht mit dem "Otto-BIer" (benannt nach dem ehemaligen Braumeister) sondern dem Hellen vertreten ist die über 300 jährige Brauerei einen Stopp bei jeder Radtour wert. (Brotwoscht mit Sauerkraut!)
Irgendwie kommt einem bei dem Etikett ein Blauhelmeinsatz aber mehr als ein Fahrradhelmeinsatz in den Sinn.

Na dann- zum Wohl!




Andere Bewertungen:

 

Die fränkische Ehrenrettung eines Modebiers 

„Geh weider, Zeit, bleib‘ stehn“ – in besten fränkischen Bierseligkeitsmomenten, unter schattigen Kastanien, dort wo die Flusskreuzfahrtstouristen nicht hinkommen, da wünscht man sich das vor seinem Steinkrug. Dass die Zeit einfach stehenbleibt.

Tut sie aber nicht. Noch nicht mal hoch droben im Jura. Dort war die Brauerei Hübner eine der letzten Bastionen der Kategorie „Bier ohne Strichcode“. Das neueste Bier aus Steinfeld hat aber einen. Und noch dazu ist es ein … Helles.

Fällt jetzt wirklich eines der letzten fränkischen Forts, das nicht auf Euroflaschen-Wegbiere und süßliche Grillparty-Plörre setzen musste?

Skeptisch schaut manauf das angenehm schaum-arme, doch glanzfeine Bier vor einem. Für ein Helles ist es ziemlich dunkel. Und mit 12,5 Grad Plato ziemlich kräftig.

Der Antrunk … schmeckt etwas moosig, etwas getreideherb, nur ganz leicht süß. Der Mittelteil ist stämmig und CO²-arm. Es herrscht keine fade Getreidesüßlichkeit, sondern eine fruchtige Note vor, wie überreife Stachelbeere.

Der Nachtrunk bringt etwas Bittere an die Zungenränder, doch eher haben die Fruchtnoten das Sagen. Trotzdem bringt der Hopfen einen guten, langen Nachhall.

Fazit: So ein Helles als Neukreation ist zu loben.  Das hat Charakter und schmeckt nach Franken. So ein Helles ist spitze. Wir sind Lichtjahre von der Augustinertegernseechiemgauplörre entfernt.

Die Abstimmung:



Kommentare

  1. mag wirklich an mir liegen. aber ausser dem ersten und dem sechsten Dez. fand ich alle ziemlich ungut. Zum Glück hab ich gastronomische Mengen an Pau Hana, Stefansbräu und Hofmühl zur anschließenden Spülung. Ich wollte eigentlich nicht maulen, aber kommt Landwehr auch noch? Weil des schütt ich dann echt weg.

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  2. Die Brauerei Hübner hatten wir vor zwei Jahren schon einmal, damals das Vollbier. Wenn es nicht so schwer wäre, da ran zu kommen, wären die beiden bei mir im Keller Stammgäste. Haben die in Steinfeld eigentlich auch ein Kellerbier?

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