Herkunft:
Die fränkische Ehrenrettung eines Modebiers
„Geh weider, Zeit, bleib‘ stehn“ – in
besten fränkischen Bierseligkeitsmomenten, unter schattigen Kastanien,
dort wo die Flusskreuzfahrtstouristen nicht hinkommen, da wünscht man
sich das vor seinem Steinkrug. Dass die Zeit einfach stehenbleibt.
Tut
sie aber nicht. Noch nicht mal hoch droben im Jura. Dort war die
Brauerei Hübner eine der letzten Bastionen der Kategorie „Bier ohne
Strichcode“. Das neueste Bier aus Steinfeld hat aber einen. Und noch
dazu ist es ein … Helles.
Fällt jetzt wirklich eines der letzten
fränkischen Forts, das nicht auf Euroflaschen-Wegbiere und süßliche
Grillparty-Plörre setzen musste?
Skeptisch schaut manauf das
angenehm schaum-arme, doch glanzfeine Bier vor einem. Für ein Helles
ist es ziemlich dunkel. Und mit 12,5 Grad Plato ziemlich kräftig.
Der
Antrunk … schmeckt etwas moosig, etwas
getreideherb, nur ganz leicht süß. Der Mittelteil ist stämmig und CO²-arm. Es herrscht keine
fade Getreidesüßlichkeit, sondern eine fruchtige Note vor, wie
überreife Stachelbeere.
Der Nachtrunk bringt etwas Bittere an die
Zungenränder, doch eher haben die Fruchtnoten das Sagen. Trotzdem
bringt der Hopfen einen guten, langen Nachhall.
Fazit: So ein
Helles als Neukreation ist zu loben. Das hat Charakter und schmeckt nach
Franken. So ein Helles ist spitze. Wir sind Lichtjahre von der
Augustinertegernseechiemgauplörre entfernt.

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mag wirklich an mir liegen. aber ausser dem ersten und dem sechsten Dez. fand ich alle ziemlich ungut. Zum Glück hab ich gastronomische Mengen an Pau Hana, Stefansbräu und Hofmühl zur anschließenden Spülung. Ich wollte eigentlich nicht maulen, aber kommt Landwehr auch noch? Weil des schütt ich dann echt weg.
AntwortenLöschenDie Brauerei Hübner hatten wir vor zwei Jahren schon einmal, damals das Vollbier. Wenn es nicht so schwer wäre, da ran zu kommen, wären die beiden bei mir im Keller Stammgäste. Haben die in Steinfeld eigentlich auch ein Kellerbier?
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