Herkunft:
Bier und Brez'n aus einer Hand von Hirsch
"Heute back' ich, morgen brau' ich",
heißt es vom Rumpelstilzchen. Das war im Mittelalter beim Hausbrauen
gang und gäbe, denn die Backhefen haben dem Bier beim Gären auf die
Sprünge geholfen. Heutzutage ist die Verbindung Bäcker-Brauer eine
Rarität. In Büchenbach bei Pegnitz gibt es so etwas noch. Zweimal die
Woche wird gebacken. Und gebraut, wenn Bedarf ist. Neben dem saisonalen
Bock ist das Beck'n Bier, laut oberem Etikett einfach "Büchenbacher
Vollbier", das einzige Bier der Bäckerei-Brauerei Herold.
Manche
wundern sich, warum so einige fränkische Brauereien "Vollbier" auf ihre
Etiketten schreiben - meint es doch nur einen bestimmten Stammwürze-
bzw. Alkoholgehalt. Aber gerade wenn man nur ein einziges Bier braut,
ist das halt die einzige Information, die es noch braucht. Basta.
Wie es
schmeckt:
Schaum: gemischtporig, flüchtig
Farbe: zwischen Bernstein und Rotbraun
Geruch: Waldhonig, Sahnekaramell, ein bisschen Vanille
Der
Antrunk ist vollmundig, etwas bittermalzig, dann kommt anfangs ein ganz
leicht moosiger Muff neben einer rotweinartigen (oder zwetschgigen?)
Süße. Auch an dunkle Trockenfrüchte lässt das Ensemble denken. Ohne zu
wuchtig zu sein.
Rezenz: recht CO²-arm
Der Nachtrunk ist
ausreichend bitter, ganz leicht blumig, aber nicht anhängend bitter.
„Gebraut mit feinstem Doldenhopfen“ steht auf dem Etikett. Ich habe
schon öfters die Erfahrung gemacht, dass solche („traditionell“
gebraute, nicht hopfengestopfte) Biere, die mit "richtigem" Hopfen und
nicht mit Pellets gemacht sind, eher weniger bitter sind. Aber hier
passt das ganz genau so. Bitterer möcht’ ich’s gar nicht.
Kommentar:
Ein sehr ordentliches dunkles Vollbier. Sein Alleinstellungsmerkmal ist
wohl seine Herkunft. Aber auch abgesehen davon ist es ein wirklich
rundes, nicht zu süßes halbdunkles Vollbier. Sehr schön!


Kaum zu glauben, mein Kalender ist schon halb leer. Die Weihnachtsmaus kennt gar keine Grenzen mehr!
AntwortenLöschenBei 20 Kalendern ist heute nicht das oben genannte Bier drin, sondern ein Meinel Dunkel. Beim Packen ging da etwas durcheinander und dann hatten wir am Schluss nicht mehr genug Bier von dem heutigen und ich habe eines meiner Lieblingsbiere, das ich für den Privatgebrauch gekauft hatte, geopfert. Weil wir aber genannten Fehler hatten, bekommen 20 heute dieses Bier zum zweiten Mal. Hoffentlich schmeckt es dann umso besser. Die restlichen 11 Tage sollten jetzt aber ohne Fehler sein!
AntwortenLöschenBei mir war der Name Programm. Hab´s erwischt und mich hat´s erwischt. Mensch, war des gut!
AntwortenLöschenSieht schon im Glas gut aus, die Farbe zeigt schon, dass man malzigen Geschmack erwarten darf.
AntwortenLöschenHat geschmeckt.
Gott liebt uns!! Beweis: dieses Bier!!!
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