13. Fläschchen: Büchenbacher Beckn Bier


Herkunft:

Auch heute noch (und wie deutlich auf der Flasche zu erkennen) wird in der Büchenbacher Beck'n Brauerei die Partnerschaft aus Bäckerei und Brauerei aufrecht erhalten. Der Braukessel wird noch mit Holz beheizt und wenn man am Samstag zum Frühschoppen vorbeikommt gibt es zum Bier noch Bratwürste mit frischem Brot. 


Andere Bewertungen:

Bier und Brez'n aus einer Hand

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"Heute back' ich, morgen brau' ich", heißt es vom Rumpelstilzchen. Das war im Mittelalter beim Hausbrauen gang und gäbe, denn die Backhefen haben dem Bier beim Gären auf die Sprünge geholfen. Heutzutage ist die Verbindung Bäcker-Brauer eine Rarität. In Büchenbach bei Pegnitz gibt es so etwas noch. Zweimal die Woche wird gebacken. Und gebraut, wenn Bedarf ist. Neben dem saisonalen Bock ist das Beck'n Bier, laut oberem Etikett einfach "Büchenbacher Vollbier", das einzige Bier der Bäckerei-Brauerei Herold.

Manche wundern sich, warum so einige fränkische Brauereien "Vollbier" auf ihre Etiketten schreiben - meint es doch nur einen bestimmten Stammwürze- bzw. Alkoholgehalt. Aber gerade wenn man nur ein einziges Bier braut, ist das halt die einzige Information, die es noch braucht. Basta. 

Wie es schmeckt:

Schaum: gemischtporig, flüchtig
Farbe: zwischen Bernstein und Rotbraun
Geruch: Waldhonig, Sahnekaramell, ein bisschen Vanille

Der Antrunk ist vollmundig, etwas bittermalzig, dann kommt anfangs ein ganz leicht moosiger Muff neben einer rotweinartigen (oder zwetschgigen?) Süße. Auch an dunkle Trockenfrüchte lässt das Ensemble denken. Ohne zu wuchtig zu sein.

Rezenz: recht CO²-arm

Der Nachtrunk ist ausreichend bitter, ganz leicht blumig, aber nicht anhängend bitter. „Gebraut mit feinstem Doldenhopfen“ steht auf dem Etikett. Ich habe schon öfters die Erfahrung gemacht, dass solche („traditionell“ gebraute, nicht hopfengestopfte) Biere, die mit "richtigem" Hopfen und nicht mit Pellets gemacht sind, eher weniger bitter sind. Aber hier passt das ganz genau so. Bitterer möcht’ ich’s gar nicht.

Kommentar: Ein sehr ordentliches dunkles Vollbier. Sein Alleinstellungsmerkmal ist wohl seine Herkunft. Aber auch abgesehen davon ist es ein wirklich rundes, nicht zu süßes halbdunkles Vollbier. Sehr schön!

Die Abstimmung:

Eigentlich hätte ja hier der Heinz Becker gepasst- aber die Beiden sind auch gut:



Kommentare

  1. Kaum zu glauben, mein Kalender ist schon halb leer. Die Weihnachtsmaus kennt gar keine Grenzen mehr!

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  2. Bei 20 Kalendern ist heute nicht das oben genannte Bier drin, sondern ein Meinel Dunkel. Beim Packen ging da etwas durcheinander und dann hatten wir am Schluss nicht mehr genug Bier von dem heutigen und ich habe eines meiner Lieblingsbiere, das ich für den Privatgebrauch gekauft hatte, geopfert. Weil wir aber genannten Fehler hatten, bekommen 20 heute dieses Bier zum zweiten Mal. Hoffentlich schmeckt es dann umso besser. Die restlichen 11 Tage sollten jetzt aber ohne Fehler sein!

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  3. Bei mir war der Name Programm. Hab´s erwischt und mich hat´s erwischt. Mensch, war des gut!

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  4. Sieht schon im Glas gut aus, die Farbe zeigt schon, dass man malzigen Geschmack erwarten darf.
    Hat geschmeckt.

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  5. Gott liebt uns!! Beweis: dieses Bier!!!

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