20. Fläschchen: Sonne Urtyp

Herkunft:



Seit 1587 braut man in der Sonnenbrauerei in Bischberg bei Bamberg.
Zwischenzeitlich hat man auch im Lohnbrau das Kellerbier für den Bamberger Einhornkeller gebraut.
Statt einer Brauereigaststätte gibt es aber laut Flaschenetikett eine Schenkstatt.


Andere Bewertungen:

Gelbgold und blank, dazu gibt es reichlich stabilen Schaum. Im Geruch dominiert Malz und Getreide, bitterer Hopfen sorgt für Würze. Spritzig, aber auch ein wenig schal steigt das "Premium Lagerbier" ein. Zunehmend wird der Geschmack klarer, frischer und interessanter. Im recht schlanken Körper treten dezent Alkoholnoten hervor. Das cremige Mundgefühl passt, trotz mildem Geschmack erscheint das Bischberger nicht zu wässrig. Im Abgang gewinnt das Bier an Komplexität, da es sowohl an Säure, Bitterkeit, Würze und Fruchtigkeit zulegt. Mit Kräuternoten schließt das Helle ab, ganz zum Schluss bleibt nur noch der Bitterhopfen übrig.

Ein durchaus angenehmes Helles, das - ungeachtet der fränkischen Herkunft - leider nur an gängige, gute Exportbiere erinnert. Für nur 4,8 % ABV treten Alkoholnoten vergleichsweise deutlich auf. Das Urtyp Hell findet einen Spagat aus Süße und Würze, ohne dabei zu sauer oder bitter zu erscheinen. Der recht komplexe Abgang gefällt ziemlich gut und entschädigt für den milden, schalen ersten Eindruck. Keine schlechte Brauleistung. Passt schon!

Die Abstimmung:

Kommentare

Kommentar veröffentlichen